COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
Die Marina Alta hat laut Kreis-Sozialverband von 2016 bis 2019 mehr als 3.000 Opfer machistischer Gewalt verzeichnet, mit stark steigender Tendenz von 550 bis 900, so die Statistik der staatlichen Justizverwaltung. Ein Drittel der Betroffenen ist bisher im Jahr 2020 unter 30 Jahre alt, ein höherer Anteil als im vergangenen Jahr. Seit 2008 wurden in der Marina Alta zehn Frauen von ihren Partnern ermordet, zuletzt in Teulada-Moraira (zweites Foto).
Jedes fünfte Mädchen unter 16 hat bereits Gewalt erlebt.
Zum ersten Mal koordinierten die Marina-Alta-Rathäuser ihre Bewusstseins-Kampagnen zum Internationalen Tag gegen "violencia de género" mit stark wahrnehmbaren Aktionen in den Stadtzentren.

Mit nur anderthalb Dutzend neuen Corona-Fällen am vorletzten November-Wochenende 2020 ist der Marina-Alta-Kreis erneut ans (positive) Ende der Statistik der "comarcas" in der Comunitat Valenciana gerutscht, kurioser Weise zusammen mit dem südlichen Nachbarkreis Marina Baixa (siehe Grafik der Internet-Zeitung Marina Plaza). Ausgerechnet die grössten Städte Dénia und Jávea registrierten an diesen drei Tagen keinen neuen Fall, dafür verzeichnete Llíber seinen ersten Covid-Infizierten.
Die Anzahl der offiziellen Corona-Todesopfer in der Marina Alta stieg durch einen weiteren Fall in Vergel auf 35.

Den Bewohner eines Appartements in Orba, das in Brand geraten war, haben am Samstag, 21. November 2020, Nachbarn durch das Fenster in Sicherheit gebracht. Die Wohnung brannte vollständig aus.

Alle 33 Städte und Gemeinden des Marina-Alta-Kreises weisen mittlerweile Bestände von Feuerbakterien (Xylella fastidiosa) in Mandelplantagen auf. 26 Kommunen sind vollständig betroffen, die restlichen nur teilweise. Damit weist der Kreis den grösste Teil der im Land Valencia befallenen Pflanzen auf.
Immerhin: Durch die jetzt vom Land Valencia beschlossene Reduzierung des Distanz von einem infizierten Baum, innerhalb dessen alle anderen "almendros" vernichtet werden müssen, auf 50 Meter verringert sich deren Anzahl auf die Hälfte.

Der Nachsaison-Monat Oktober brachte in der Marina Alta 620 neue Arbeitslose. Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat stieg der "paro" sogar um fast 2.700 auf 13.200. Im Oktober 2019 war die Arbeitslosigkeit im Kreis um 530 gestiegen.

In der Marina Alta wurden am ersten vergangenen Wochenende mit 4 so viele Corona-Todesfälle (2 in Teulada und je einer in Benissa und Calpe) registriert wie in den vorherigen 40 Tagen. Die Intensivstation des Kreiskrankenhauses ist der spanischen Presse zufolge zu 80 % ausgelastet, und es wird an einer Ausweitung der Kapazitäten gearbeitet. Trotzdem liegt der Kreis in der Todesfallstatistik unter den am wenigsten betroffenen in der Comunitat Valenciana.
Die Zahl der Neuansteckungen ging zuletzt in der Marina Alta zurück und liegt nur noch in Teulada über dem Wert von 15 pro 10.000 Anwohner und sank kreisweit von 7,5 auf 4,5. Neben Teulada liegen Calp und Dénia mit 14 am höchsten, vor Pego mit 13 und Benissa und Jávea mit 11.
Vor dem Rathaus von Dénia organisierte der Sektor des Gastgewerbes der Marina Alta eine Demonstration unter dem Motto "Unser Sektor stirbt".
Die Dénianer Oppositionspartei PP teilte mit, dass von 4.000 Geschäften in der Kreisstadt lediglich 130 die städtischen Beihilfen gegen die Krise beantragt haben.

Im Mai 2021 wird der jungen Frau, die vor drei Jahren auf der Bundesstrasse bei Gandia unter Einfluss von Alkohol und Drogen sechs Radfahrer aus Jávea überfuhr und dabei drei von ihnen tötete, der Prozess gemacht. Eine vorprozessliche Einigung kam laut spanischer Presse nicht zustande, weil die Angeklagte den Strafvorschlag von dreieinhalb Jahren nicht annehmen wollte, weil er bedeutet hätte, dass sie über das Jahr Untersuchungshaft sie noch einige weitere Monate hinter Gitter gemusst hätte. Mit dem Prozess jedoch setzt sie sich der Gefahr aus, eine höhere Strafe zu erhalten, weil die Anklage nun auf dem damals gültige Höchstmass von vier Jahren besteht.

Der Fahrer einer blauen Furgoneta, der auf dem Cumbre del Sol von Benitachell vor einer Routine-Strassenkontrolle geflohen war, wurde nach einer filmreifen Verfolgungsjagd über Teulada, Gata de Gorgos, Llíber und Benissa am Oltà-Berg von Calpe verhaftet. Bei der Flucht in Benitachell versuchte der gewalttätige Mann, zwei Guardias Civiles zu überfahren. Mehrere Autos wurden beschädigt, die Gefahrensituation war erheblich. In Calpe stellte die Guardia Civil an einer Bergauf-Kurve eine Falle, aber der Versuch der Festnahme mit Schüssen scheiterte, der Mann prügelte auf zwei Polizisten ein und flüchtete -im Auto- weiter auf einem Weg, wurde dann jedoch bald verhaftetet. Er stand nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol.
Die Sequenz über die gescheiterte Verhandlung entwickelte sich schnell zum Renner im Internet und schaffte es in die nationalen Fernsehnachrichten:
https://lamarinaplaza.com/2020/11/04/detenido-en-calp-tras-una-persecucion-con-tiros-al-aire-por-benitatxell-gata-teulada-y-xalo/


Beniarbeig, Ondara, Vergel und Els Poblets haben entlang des Girona-Flusses einen 4,5 Kilometer langen Wanderweg für Fussgänger und Radfahrer eingerichtet, für den alte Wege zwischen den Gemeinden hergerichtet wurden. Dieser ist verbunden mit der "Vía Verde", dem Radweg von Dénia nach Norden auf der früheren Eisenbahntrasse. An der Stelle, an der der neue Girona-Wanderweg von Autos befahrbar ist, gilt Tempo 20. Der Weg soll künftig die Kriterien für einen sicheren Schulweg von Els Poblets und Vergel zur Sekundarschule von Ondara erfüllen.




















Auch die neue spanische Regierung hat keine Absicht, das seit fast fünf Jahrzehnten geforderte Projekt einer Zugverbindung zwischen Dénia und Gandia im kommenden Jahr voran zu treiben. Im Haushaltsentwurf 2021 stehen für die Massnahme die üblichen symbolischen rund 60.000 Euro für Wirtschaftlichkeitsstudien für die Zugverbindung. Das ist trotz zahlreicher Demonstrationen und politischer Aktionen und Versprechen regionaler Politiker seit Jahren eine Konstante.
Was seit einiger Zeit zusätzlich dabei hilft, das Projekt in den Madrider Schubladen zu belassen, ist die Debatte um eine Einbeziehung oder nicht der Kreishauptstadt der Marina Alta, Dénia, in die Trasse. Etliche Hinterlandgemeinden sind für eine Trasse entlang der Autobahn AP-7, Dénia will einbezogen werden.

Die Guardia Civil von Calp hat ein 38-jähriges Pärchen verhaftet, dem 13 Einbrüche in den Hinterlandorten Tormos, Sanet, Negrals, Ràfol, Alcalí, Campell und Fleix vor allem bei auf dem Land wohnenden Senioren zur Last wird. In und an den Häusern wurden Kupferleitungen abmontiert, die dann an Schrotthandlungen von El Verger und Benissa verkauft wurden. In manchen Fällen waren bei den Einbrüchen die Anwohner sogar zu Hause, wie die spanische Presse berichtete.

Nach einem Fussballspiel in Pego wurde die Guardia Civil aus einer Gruppe von rund hundert Einheimischen mit Flaschen und Steinen beworfen, als sie die zuvor im Stadion belagerten Fans der besuchenden Mannschaft und die Mannschaft aus Gandia Civil zu ihren Fahrzeugen eskortierte. Sechs Beamte wurden verletzt. Die spanische Zeitung "Marina Plaza" kritisiert den Polizeibericht dafür, dass er über die Ereignisse erst mit dem Abpfiff um 18.30 Uhr berichtet, als sich hundert von der Zeitung als "antifascistas" bezeichnete Einheimische einfanden und die Gäste im Stadion belagerten und bedrohten. Es fehle die Erwähnung, dass die "Fans" aus Gandia vor dem Spiel mit faschistischen Symbolen und Gesängen durch die Zahlen von Pego marschiert seien.
Am Tag nach dem Spiel wurde ein 24-Jähriger aus Pego wegen Störung der öffentlichen Ordnung, Ungehorsam, eines Hassdeliktes und Angriff auf Vertreter des Gesetzes verhaftet.

Im Jahr 2019 sind von den 33 Kommunen der Marina Alta nur Ondara (mit 3,5 %), Dénia (2,5) und Calpe (0,5) vegetativ gewachsen, will heissen: haben mehr Geburten als Todesfälle verzeichnet. Vor allem im Hinterland sind zum Teil hohe Überschüsse von Todesfällen gegenüber Geburten zu verzeichnen, in einigen Gemeinden sorgen sie entgegen der vor allem in den Küstenorten zu verzeichnenden Zuwanderung sogar für einen absoluten Bevölkerungsrückgang.

Die Sozialisten der Marina Alta hat die von der Konservativen Volkspartei PP regierte Provinz Alicante beschuldigt, den Gemeinden der Marina Alta seit 2017 pro Jahr mehr als zwei Millionen Euro aus dem sogenannten Fondo de Cooperación Municipal der Generalitat Valenciana vorzuenthalten. Und das nur deshalb, weil die Provinz aus politischen Gründen ihren Gemeinden die Teilnahme an dem PSOE-regierten Landes verweigere. Jetzt wollen die Sozialisten in den Kommunen und auf Kreisebene öffentlichen Druck entfalten, damit diese Entscheidung zurückgenommen werde.

Unter einer veritablen Katzenplage mit vierpfötigen Eindringlingen in fremden Grundstücken und Häusern sowie Katzendreck allenthalben und geräuschintensiven Kämpfen des nachts im Hinterlandörtchen Benigembla im Vall de Pop berichtete Ende September 2020 die Regionalzeitung "Las Provincias". Die Anwohner machen eine -laut Anwohnern "beratungsresistente"- Frau des Ortes verantwortlich, die seit gut einem Jahr die Tiere füttere und so für ihre unkontrollierte Vermehrung sorge. Das Rathaus gibt hilflos zu Protokoll, dass man ihr Grundstück nicht ohne Genehmigung betreten dürfe, wenigstens solle sie ihre Fürsorge auf "ihre" Katzen beschränken. Das Gesundheitsamt kündigte einen -den zweiten- Sterilisierungsanlauf an.

Die Gesundheitsverwaltung des Marina-Alta-Kreises hat für die jetzt begonnene Grippe-Impfungs-Saison 10.000 mehr Dosis bestellt als im Vorjahr, um mehr Menschen vor allen der Risikogruppen impfen zu können, vor allem aber Angehörige der Gesundheitsberufe, chronisch Kranke und Senioren. Bis Januar 2021 stehen dem Departamento de Salud de Dénia über 40.000 zur Verfügung.

So lange es keinen Impfstoff gegen das Corona-Virus gibt und dieser umfassend eingesetzt werden kann, wird das Land Valencia keine lokalen Fiestas erlauben. Dem dürften vor allem die grossen Fiestas in der ersten Jahreshälfte 2021 zum Opfer werden, zum Beispiel die Fallas in Dénia, Pego, Calpe und Benidorm, vielleicht auch die Hogueras de San Juan in Jávea und anderen Ortschaften im Juni.

Seit Anfang August hat der Marina-Alta-Kreis nicht mehr so niedrige Covid-Ansteckungszahlen verzeichnet wie Ende September. Städte wie Calpe, Benissa, Pego, Pedreguer und Ondara meldeten 0 neue Fälle, Xàbia und Vergel nur sehr wenige, lediglich Teulada stach mit 6 neuen Fällen negativ hervor. Die jüngste Zählung ergab 25 neue Fälle, ein Drittel davon in Dénia, während es am 1. September fast 140 Neuansteckungen gegeben hatte. Die Abreise der Touristen wird als wichtigstes Ingredienz für das Abflachen der Kurve angegeben, so dass der Gesundheitsbezirk Marina Alta in der relativen Fallhäufung von der Spitze des Landes Valencia ins hintere Mittelfeld abgerutscht ist.






















Die Anrainer-Gemeinden des Naturparks Montgó wollen mit Hilfe des Landes Valencia eine Fachfirma damit beauftragen, mit Fallen und anderen Fangmethoden die Wildschweinbevölkerung in der Zone in den Griff zu bekommen und entscheidend zu dezimieren. Denn die Klagen der Landwirte werden immer lauter und die Schäden durch die wachsende Population offenbar immer grösser.
Aber die Jägervereinigung ist nicht der Meinung, dass sie keinen entscheidenden Beitrag leisten könnte, wie der Bürgermeister von Gata zu Protokoll gegeben hatte, nachdem die Jäger in jedem der vergangenen Jahre rund hundert Wildschweine in seinem Beritt getötet und damit lediglich in etwa die Beibehaltung der Population erreicht hatten. "Wenn wir am Montgó Treibjagden durchführen dürften, dann könnten wir 300 Wildschweine töten anstatt nur 100."

Die Halbierung der aktiven Corona-Fälle bis Ende des Monats September stellt das Instituto Centro de Investigación Operativa (CIO) der Universität Miguel Hernández von Elche für den Marina-Alta-Kreis in Aussicht. Die Forscher entwickelten drei Modelle für die Städte Dénia, Jávea, Calpe, Pego und Vergel, die -bei aller vor allem Wegen des Wiederbeginns des Schulunterricht notwendigen Vorsicht- nach denen die Senkung der aktiven Fälle auf 70 bis zum Monatsende möglich wäre, wie die spanische Presse berichtet.

Die Gewerkschaft CSIF hat bemängelt, dass es in der Eingangstür für Krebs- und Reha-Patienten des Kreiskrankenhauses in La Xara keine Covid-Kontrollen gebe. Dort werde weder die Temperatur gemessen noch werden die Ankommenden verpflichtet, sich die Hände zu waschen, so CSIF.
Mit der jetzt beginnenden Grippeimpfung werde sich das sowieso schon komplizierte Corona-Panorama in der Marina Alta weiter komplizieren, so CSIF.

Von einem relativ neuen Käufer-Typ für die besonderen und bis zu vier Millionen Euro schweren Luxus-Anwesen an der Küste der Marina Alta hat die Zeitung "Las Provincias" berichtet: saudi-arabische Unternehmer, die sich angesichts des in wenigen Monaten bevorstehenden Brexit eine neue Bleibe innerhalb der Europäischen Union suchen. Die Besonderheit: Es müssen erhebliche Nebenunterkünfte auf dem Grundstück für das zahlreiche Personal erstellt werden, mit dem arabische Potentaten meistens unterwegs sind. Spanische Residencias sind für Nicht-Europäer bei entsprechendem Investitionsvolumen (zwei Millionen in spanischen Schatzbriefen oder anderen Bankprodukten oder Firmenbeteiligungen oder dem Erwerb einer Immobilie für mindestens 500.000 Euro) seit fast einem Jahrzehnt im Paket enthalten.
Dazu, so der Bericht, kommen vor allem belgische und französische Unternehmer mit enormem finanziellen Hintergrund, die sich die Marina Alta als neue Erst- oder Zweitunterkunft ausgesucht haben.

Die Arbeitslosigkeit ist im Marina-Alta-Kreis im August gegenüber dem Vormonat konstant bei 12.000 geblieben. Gegenüber dem August 2019 bedeutet dies jedoch eine Zunahme von fast 2.700 "parados". Im Hinterland sah es im Vergleich zu den Küstengemeinden besonders schlecht aus, weil zumindest im Juli und August der Besuch spanischer Touristen einen grösseren Einbruch der regionalen Wirtschaft verhindert hat.

Anm. der Redaktion:
...verzögert?...


Vom letzten auf den ersten Platz unter den Kreisen der Comunitat Valenciana hat sich in puncto Ansteckungszahlen in der zweiten Corona-Welle die Marina Alta "vorgearbeitet". Mitte September 2020 wurden zuletzt rund 120 neue Fälle pro Tag registriert, davon jeweils die Hälfte in Dénia. In Calpe mussten 20 junge Basken in Quarantäne, die zusammen Urlaub in der Peñónstadt machten und den Virus "mitgebracht" hatten. In der Zahl der "aktiven" Fälle liegt Dénia im Land Valencia nur noch hinter Valencia und Alicante, aber vor erheblich bevölkerungsreicheren Städten wie Torrent, Castellón oder sogar Elche.
Das spanische Militär bereitet sich dieweil darauf vor, mit 150 Soldaten beim "rastreo" zu helfen, beim organisierten Aufspüren neuer Fälle durch die Verfolgung der Ansteckungsketten.
Die Gesundheitsverwaltung teilte mit, dass die Gesundheitszentren durch die zweite Welle stark unter Druck geraten seien und auch im Kreiskrankenhaus mehr Fälle "angekommen" seien, dass diese zweite Welle jedoch auf ein besser vorbereitetes System treffe.

Ein 75-jähriger Krebspatient aus Benissa wurde im Kreiskrankenhaus von Dénia auf der Etage der Covid-Patienten untergebracht, wie die Angehörigen der Presse empört mitteilten: "Er kämpft seit 4 Jahren gegen den Krebs, und wir haben uns seit Monaten eingeschlossen, um ihn zu beschützen. Jetzt haben wir Angst." Die Bereiche seien strikt getrennt, so das Hospital.

Nach einer Reinigungsaktion des Río Bullent inklusive Tauchern machte die Umweltschutz-Vereinigung ADENSVA die dringendsten (und zunehmenden) Probleme des theoretisch geschützten Naturparks Feuchtgebiet Marjal Pego-Oliva öffentlich. Fremdartige Gewächse, die nicht ausreichend bekämpft werden und gegen die sich die einheimischen Pflanzen allein nicht schützen können und eine zunehmende Menge Mülls an der Oberfläche des Marjal aber auch auf dem Grund des Flusses, auf dem in jedem Februar aus Anlass des Karnevals ein karnevalistisches Flossrennen stattfindet, treiben den "ecologistas" die Sorgenfalten auf die Stirn. Neben zahlreichen Alkoholflaschen, Feuerzeugen, Plastik und anderem Kleinabfall wurden bei der Säuberungsaktion etliche Flösse oder Flossteile geborgen.

110 Liter Niederschläge pro Quadratmeter reichten am Samstag, 29. August 2020, um einige Strassen von Dénia zu überschwemmen, in der "Grupo de San Andrés" wurden Autos versenkt. Bürger beklagten die fehlende Reinigung von Regenwasser-Abflüssen. Die Strände wurden mittags wegen starken Wellengangs gesperrt, aber etliche Badegäste brauchten Extraaufforderungen durch das Corona-dezimierte Rotkreuz-Strandpersonal. In Las Marinas-Deveses verliessen einige Strandanwohner verängstigt ihre Häuser.
Ansonsten blieb es im grössten Teil der Marina Alta bei den kurzen, aber heftigen angekündigten Sommerregenfällen, die mancherorts (z. B. in Calpe) kurzfristig die Abflusssysteme überforderte.
In Benitachell wurde ein Dutzend Jugendlicher auf dem Weg zurück aus der Cala de Els Testos vom Unwetter ausgebremst, das Teile dieses Weges, der schon bei Sonnenschein drei Abseilstellen beinhaltet, im Handumdrehen in unbegehbare Wasserfälle verwandelte. Polizei und Zivilschutz folgten ihrem Notruf und brachte die Gruppe unter schwierigen Bedingungen in Sicherheit. Das Rathaus rief zur Vorsicht auf.






















Die Arbeitslosigkeit in der Marina Alta ist im Juli 2020 gegenüber dem Vormonat um 11 % (oder 1.500) Menschen gefallen, auf 12.000. Vor einem Jahr lag diese Zahl bei 9.000, also um ein Drittel niedriger. Der Wirtschaftsförderungsverband Creama liefert vernebelnde Zahlen wie "den mit 3.200 höchsten Zuwachs (auf 56.500) an Beitragszahlern in der Seguridad Social" und spricht tatsächlich von einem "sehr positiven Verhalten des Arbeitsmarktes im Juli", weist aber immerhin auf die Einbrüche von April und Mai und den Stillstand von Juni hin. Die staatlich geförderte Kurzarbeit (ERTE) jedoch bleibt unerwähnt.
-cgb-

Gegen ihre Vernachlässigung durch die Stadtverwaltungen von Dénia und Pego sowie das staatliche Küstenamt haben am vorletzten August-Wochenende 2020 rund 200 Anwohner von Marinas-Les Deveses auf dem Campingplatz "Los Llanos" auf an der Küstenstrasse protestiert. Weil sich niemand kümmere, so die Klage, seien noch nicht einmal die Sturmschäden des Unwetters "Gloria" vom Januar dieses Jahres beseitigt worden.
Vor allem aber geht es den Anwohnern um den dauerhaften Schutz ihrer Küste durch die seit Jahren angekündigten Querdeiche, mit denen die Küstenerosion aufgehalten werden soll.

In zwei Wochen hat sich das Covid-Vorkommen im Marina-Alta-Kreis bis zum 17. August 2020 auf 530 Fälle pro 100.000 Einwohner verelffacht. Dadurch ist die Comarca seit Mitte Juli vom 24. und letzten Platz im Land Valencia auf den 8. Rang vorgeprescht, nur noch übertroffen vom Raum Valencia, Elche und Requena. Lediglich die folgenden 14 Marina-Alta-Kommunen sind bisher vom Virus verschont geblieben: Benigembla, Benimeli, Castell de Castells, Gata, l'Atzúbia, la Vall d'Ebo, la Vall de Laguar, Llíber, Murla, Orba, Parcent, Sanet i Negrals, Senija und Vall de la Gallinera. 9 Städte und Gemeinden im Kreis haben in den letzten 2 Wochen Neuansteckungen verzeichnet, darunter erstmals auch solche im Hinterland wie Pego, Xaló, Ondara, Sagra, Vergel, so die spanische Presse.
Besonders schlimm sieht es in der 400-Seelen-Hinterlandgemeinde Sagra mit 6 neuen Fällen aus, aber auch Dénia befindet sich unter den ersten 30 in der Comunitat Valenciana. Bürgermeister Vicent Grimalt machte für den Anstieg der Covid-Fälle in seiner Stadt die "Verantwortungslosigkeit vieler Menschen" verantwortlich.

Den Rücktritt oder Rauswurf der PSOE-Regierungs-Stadträtin Josefa Fornés hat die Oppositionspartei Compromís im Hinterland-Örtchen Benidoleig gefordert. Ein Gutachten des Bauamtes zeigt, so die spanische Presse, dass eine von ihr beantragte Baugenehmigung wenig mit den tatsächlich durchgeführten Bauarbeiten zu tun gehabt habe: An Stelle eines Werkzeugschuppens sei ein komplettes Haus entstanden.

Innerhalb nur einer Woche hat sich Anfang August 2020 (bis zum 10.8.) im Marina-Alta-Kreis die Zahl der registrierten Covid-19-Fälle von 47 pro 100.000 Einwohner auf über 230 verfünffacht.

Waldbrände in Vall de Gallinera (180 ha) und Castell de Castells im Hinterland der nördlichen Costa Blanca vernichteten am zweiten August-Wochenende 2020 rund 200 Hektar Bewuchses auf Berglandschaft sowie ungenutzten Agrarlandes. Der Wind komplizierte die Löscharbeiten der Provinzen Alicante und Valencia aus der Luft und zu Lande. In der vergngenen Woche musste bei Vergel die Nationalstrasse N-332 für eine Weile gesperrt werde, weil auf einem angrenzenden Grundstück mit Schilf und Buschbewuchs ein Feuer ausgebrochen war. Vier Häuser mussten evakuiert werden. Es brannten 50.000 qm.

Die erste Einweisung eines Covid-19-Patienten seit über zwei Monaten hat mit einem 38-jährigen Patienten Anfang August die Intensivstation des Kreiskrankenhauses von Dénia verzeichnet. Am vergangenen Wochenende wurden 5 neue Corona-Fälle in der Marina Alta registriert, zwei in Calpe und je einer in Dénia, Teulada und Benitachell. Das Land Valencia war an den 1.800 neuen Corona-Fällen in Spanien am Mittwoch, 5. August 2020, mit einem Sechstel dabei, für die Comunitat die meisten Fälle an einem einzigen Tag seit Anfang Mai.
In Dénia sind jetzt alle Anwohner und Angestellten der Seniorenresidenz Santa Llúcia getestet worden, nachdem ein Mitarbeiter sich bei einem Bekannten angesteckt hatte, was über die routinemässige Verfolgung der Ansteckungsketten bekannt wurde.

Mit zuletzt 12 Fällen auf 100.000 Einwohner lag der Marina-Alta-Kreis in der zweiten Juli-Hälfte 2020 nicht nur halb so hoch wie das Land Valencia und bei weniger als einem Viertel des Mittelwertes für Spanien (50). Auch wichtige Herkunftsländer wie Grossbritannien (12,5), Holland (14), Frankreich (18) oder Belgien (32) liegen erheblich höher.





















Um 3.30 Uhr wurde in der Nacht zum Donnerstag, 30. Juli 2020, der Eingangsbereich der Banco-Sabadell-Filiale in Els Poblets mit grossem Getöse gesprengt. Eine Gruppe Maskierter hatte, so ein Überwachungsvideo, den Sprengstoff angebracht. Laut Bürgermeisterin Carolina Vives (PSOE) flüchteten die Täter mit einem kleinen Teil der 50.000 Euro, die im Geldautomaten im Eingang der Bank deponiert waren. Die Guardia Civil verdächtigt eine Bande, die vor einigen Tagen einen ähnlichen Überfall auf eine Bank in Santa Pola im Süden der Provinz Alicante durchgeführt hatte. Die Ortsdurchfahrt von Els Poblets war bis um 11 Uhr gesperrt, unter anderem ermittelten Sprengstoffexperten der Polizei.

Telefonischer Kontakt und eine entsprechende Terminvergabe an den von der Privatfirma Marina Salud (Tochter der deutschen DKV) verwalteten öffentlichen Gesundheitszentren in der Marina Alta war in den letzten Wochen unmöglich geworden. Deshalb stellt die Firma dafür eine zentrale Telefonnummer zur Verfügung: 965 64 86 04.
Ausserdem berichtet die spanische Presse, dass im Kreiskrankenhaus von La Xara weitere Betten geschlossen werden mussten, weil es nicht gelingt, die erforderliche Anzahl an Sommervertretungen für die in Ferien gehenden Krankenschwestern einzustellen. Die Marina Alta ist wegen hoher Mieten für die Vertretungen zunehmend unattraktiv geworden. Ausserdem sei das privat verwaltete Gesundheitssystem des Kreises ein überhaupt vergleichsweise unattraktives Ziel, zumal in Zeiten des Corona Virus andere Ziele leichter anzusteuern sind.

Eine weitere Woche ohne neuen Corona-Ansteckungsfall meldete das Gesundheitsamt für den Marina-Alta-Kreis. Es bleibt bei den zum Ende des Alarmzustandes festgestellten 200 Angesteckten und 19 Toten, während in grossen Teilen Spaniens in den letzten Wochen zahlreiche neue Fälle aufgetreten sind.
Nicht so gut sind die Nachrichten aus dem Kreiskrankenhaus in puncto Sommervertretungen von Krankenschwestern: Zwei Dutzend "enfermeras" verzichteten auf einen Vertrag für den Sommer, um sich anderswo eine Anstellung zu suchen, an Krankenhäusern, die öffentlich verwaltet und nicht an einen Konzessionär vergeben sind. Die hohen Mieten in unserer Region im Sommer schreckt viele Vertretungskräfte ab, die es zudem in diesem Post- und Prä-Pandemie-Sommer leichter haben, anderswo eine Vertretungsstelle zu besetzen.

Im Rahmen einer spanienweiten Umfrage der spezialisierten Webseite "Electromania" fiel die spanische Monarchie auf einer Skala von 1-10 im Norden des Marina-Alta-Kreises (z. B. Dénia, Pego, Ondara, Gata, Els Poblets und vor allem Pedreguer mit der Niedrigstnote von 4,3) mit Werten knapp unterm Strich durch und wurde in den südlicheren Städten wie Calpe, Benissa, Teulada, Benitachell und Jávea knapp positiv bewertet. Das berichtete das Internet-Portal Marina Plaza. Allerdings ist die Einschätzung "Makroencuesta", vor allem die exakte geographische Zuordnung der Ergebnisse, für die Zahl 60.000 Antworten unter 47 Millionen Einwohnern von Spanien vielleicht ein bisschen anspruchsvoll. Ob da wirklich in Murla oder Vall d´Ebo jemand geantwortet hat, ist schwer zu klären.
CALIFICACIÓN DE LA MONARQUÍA EN LOS MUNICIPIOS DE LA MARINA ALTA (DE 1 A 10 PUNTOS)
MURLA: 5,9; LLÍBER: 5,5; L'ATZÚBIA: 5,4; TORMOS: 5,4
POBLE NOU DE BENITATXELL: 5,3
TEULADA: 5,3
EL VERGER: 5,3
CALP: 5,2
CASTELL DE CASTELLS: 5,2
XÀBIA: 5,2
BENISSA: 5,1
LA VALL D'ALCALÀ: 5,1; BENIMELI: 5; SAGRA: 5; SANET I NEGRALS: 5; BENIGEMBLA: 4,9
DÉNIA: 4,9
GATA: 4,9
ELS POBLETS: 4,9
SENIJA: 4,9; XALÓ: 4,9; BENIARBEIG: 4,8; ONDARA: 4,8; ALCALALÍ: 4,7; ORBA: 4,7; PEGO: 4,7; LA VALL DE GALLINERA: 4,7; LA VALL DE LAGUAR: 4,7; BENIDOLEIG: 4,6; PARCENT: 4,6; EL RÀFOL D'ALMÚNIA: 4,6; PEDREGUER: 4,3
LA VALL D'EBO: 3,9


Mehr als 80 Polizeibeamte waren Anfang Juli an der Aushebung einer Drogenhändlerbande in Calpe, Teulada-Moraira, Gata de Gorgos und im Nachbarkreis Marina Baixa beteiligt: 18 verhaftete Marokkaner, Franzosen, Inder und Spanier, die Haschisch von Marokko nach Südfrankreich transportierten. Unter anderem wurden Schusswaffen, 6 Fahrzeuge und 220.000 Euro sichergestellt, weitere Festnahmen an der Costa del Sol, Marokko und Frankreich könnten nach den dreimonatigen Ermittlungen folgen.

Ihr 5-Meter-Boot "Chapuzón" wurde zwei Stunden lang ganz ordentlich hin und her geschüttelt, der Ausgang des Abenteuers erschien den beiden jungen Sportfischern Óscar und Marc aus Pego nicht immer ganz klar. Am Ende jedoch hatten sie den grössten Thunfisch ihres Lebens erlegt, ein 230 Kilo schweres Exemplar. Der Atún-Bestand hat sich in den letzten Jahren durch Schutzmassnahmen erholt. Trotzdem droht den beiden eine Strafe von 5.000-10.000 Euro, weil keine Fanggenehmigung vorlag.













In einem erneuten Urteil bekam die Stadt Pego in ihrem seit anderthalb Jahrzehnten dauernden Streit mit der Verwaltungsfirma der Urbanisation Monte Pego Recht: Das Strafgericht von Benidorm machte jetzt die Firma Monte Pego S.A. für den schlechten Zustand der Infrastrukturen und "Ungehorsam gegenüber der Autorität" verantwortlich, weil sie sich seit Jahren weigert, die Erschliessungsarbeiten offiziell zu übergeben - eben weil sie nicht fertig sind. Die Firma spielt auf Zeit, argumentiert seit 2005, die Arbeiten übergeben zu haben und dass die Gemeinde Pego zuständig sei. In dem neuen Urteil aus dem Monat Juni wird die Verwalterin von Monte Pego S.A. zu siebeneinhalb Monaten Gefängnis verurteilt.

In das Freibad und das Sportzentrum hat zu Beginn des Sommers das Rathaus von Pedreguer investiert. Das Freibad erhält rutschfeste Fliesen, die Bar ein Schatten-Toldo und das Gebäude eine Isolierung. Am Sportzentrum wurde der Aussenbereich asphaltiert, die Beleuchtung erneuert und ein neuer Kleinfeld-Fussballplatz mit Kunstrasen eingerichtet.























Die erste grosse Hitzewelle des Sommers für die Marina Alta hat das staatliche Wetteramt AEMET ab Mittwoch, 1. Juli 2020, angekündigt, sowohl für die Küste als auch für das Hinterland. Die Temperaturen könnten bis zu 40 Grad erreichen, die "Gelbe Warnstufe" wird ausgegeben.

Die valencianistische Partei Compromís von Pego regt eine Bürgerabstimmung über eine mögliche Umbenennung der dem vor sechs Jahren abgedankten spanischen König gewidmeten Strasse Avenida Juan Carlos I an. Keine Strasse in dem Ort sollte einer Person gewidmet sein, "die ihre politische oder soziale Position für ihren privaten Vorteil genutzt haben." Juan Carlos steht unter dem Verdacht, für die Vermittlung eines Hochgeschwindigkeitszug-Auftrages nach Saudi Arabien eine hohe Provision kassiert zu haben.
In der Nachbargemeinde Pedreguer hat die Bürgermeisterpartei Compromís die Umbenennung der dortigen Avenida Juan Carlos I angekündigt, nachdem die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung des Ex-Königs in dieser Sache bekannt gegeben hatte.

Mit einem Gartenschlauch haben zwei Guardias Civiles aus Vergel einen Wohnungsbrand in Els Poblets gelöscht. Eine junge Frau hatte auf dem Herd eine Pfanne vergessen. Sie und ihr sechsjähriges Kind blieben unverletzt.

Rathäuser wie Dénia und Teulada Moraira sowie in den letzten Tagen auch Altea und Alfaz del Pí haben für die San-Juan-Nacht vom 23. zum 24. Juni den Zugang zu den Stränden gesperrt, um die ansonsten schwer zu vermeidenden Menschenansammlungen zu verhindern. Entsprechend fallen auch die für dieses Datum typischen Hogueras (Feuer) aus.
Jávea lässt Treffen zum Essen an den Stränden zu, jedoch ohne Feuer oder Feuerwerk.

Mit der vom 1. Juli auf den 21. Juni vorgezogenen Öffnung der spanischen Grenzen (mit Ausnahme von Portugal) dürfen europäische Touristen und Hausbesitzer bereits ab nächste Woche wieder in die Marina Alta kommen.
Zu Beginn der 3. Corona-Deeskalationsphase gab die Comunitat Valenciana bekannt, dass es zwei Tage lang keine neuen Corona-Patienten in den Krankenhäusern gegeben hat und sich weniger als hundert Personen aus diesem Grund sich in den Hospitälern des Landes befinden.

Um knapp 200 weitere Personen auf fast 13.350 stieg im Monat Mai die Arbeitslosigkeit im Landkreis Marina Alta, wo sie im Vormonat April um 1.200 gestiegen war. Gegenüber Mai 2019 bedeuten die 13.350 parados eine Zunahme von mehr als 4.000. Das Gros der Arbeitslosen wird mit 4.100 aus der Kreisstadt gemeldet, gefolgt von Jávea und Calpe mit 1.900/1.800.
Die Arbeitslosenstatistik der Marina Alta, aus der Internet-Zeitung "Marina Plaza".
ABRIL MAYO 2019 ABRIL MAYO 2020
10.131 9.214 13.154 13.343
Die 33 Ortschaften des Kreises im Einzelnen:
ABRIL MAYO 2020
L'Atzúbia 20 27
Alcalalí 51 52
Beniarbeig 156 154
Benidoleig 63 73
Benigembla 14 14
Benimeli 25 26
Benissa 761 766
El Poble Nou de Benitatxell 180 181
Calp 1.825 1.824
Castell de Castells 24 26
Dénia 4.084 4.089
Gata de Gorgos 410 403
Llíber 27 26
Murla 25 30
Ondara 652 663
Orba 100 99
Parcent 47 44
Pedreguer 590 602
Pego 638 661
Els Poblets 130 132
El Ràfol d'Almúnia 14 19
Sagra 29 28
Sanet i Negrals 35 37
Senija 45 48
Teulada 651 672
Tormos 16 23
La Vall d'Alcalà 8 9
La Vall d'Ebo 9 17
La Vall de Gallinera 34 33
La Vall de Laguar 50 62
El Verger 446 455
Xàbia 1.839 1.887
Xaló 156 161
TOTAL MARINA ALTA 13.154 13.343


Der Streit um die Zahlung von spezifischen Gehaltszuschlägen für die Ärzte, die seit 2016 auf Druck der Gewerkschaften vereinbart sind aber noch nicht gezahlt wurden, ist jetzt durch das Oberlandesgericht in Valencia zu Lasten des Unternehmens entschieden worden: Die Konzessionsfirma muss für die vergangenen Jahre über 7 Millionen Euro nachzahlen, weil im Jahr 2017 ein Unternehmensgewinn von 1,7 Mio Euro ausgewiesen wurde. Das berichtete die spanische Internet-Zeitung "Marina Plaza".

Mit dem Monat Juni ist mit der gesamten Comunitat Valenciana auch die Marina-Alta in die Phase 2 der Auflockerung des Alarmzustandes eingetreten. Bis Ende März meldete der Landkreis 270 positiv auf Corona Getestete und 19 Todesfälle, davon 6 in Dénia (von 70 Patienten), 4 in Pedreguer (von 20), 3 in Calpe (von 30) und je 2 in Jávea (von 30), Benissa (von 10) und Benitachell (von 4). Ins Hinterland der Marina Alta drang das Virus mit Ausnahme von Beniarbeig und Benidoleig bisher kaum vor, unter den grösseren Gemeinden fällt Teulada mit nur 4 Ansteckungen auf.
Seit Montag, 1. Juni 2020, sind die Strände freigegeben, die Städte und Gemeinden müssen die Durchsetzung der Kontaktvermeidungs-Regeln durchsetzen. Die zu kleinen Strände bleiben geschlossen, an den grösseren werden mit Öffnung für den Tourismus ab Juli "Türsteher" freie Plätze zuweisen und die Respektierung der neu ausgewiesenen Strandzonen für Spaziergänger (4, 5 oder 6 Meter am Wasser, siehe Foto, immer rechts laufen, will heissen: Wassertreten im Zweifelsfalle Richtung Norden), Sonnenbader (immer zwei -Moraira: 4- Meter Abstand vom Nachbarn, auch im Wasser) und Sporttreibende (in extra Zonen) durchsetzen. Die Kinderspielzonen bleiben gesperrt, wo sie nicht abgebaut sind.
Ab Juli können Strandbesucher in Orten wie Calpe sich über eine App zuvor über die aktuelle Auslastung der Strände informieren.
Die Corona-Fall- und Totenzahlen bis Ende Mai in der Marina Alta:
Ort / Positive PCR / Tote
L’ATZÚBIA 1 0
ALCALALÍ 1 0
BENIARBEIG 5 0
BENIDOLEIG 3 0
BENIGEMBLA 0 0
BENIMELI 0 0
BENISSA 9 2
CALP 29 3
CASTELL DE CASTELLS 0 0
DÉNIA 68 6
POBLE NOU BENITATXELL 4 2
ELS POBLETS 3 0
GATA 2 0
LLÍBER 0 0
MURLA 0 0
ONDARA 4 0
ORBA 1 0
PARCENT 0 0
PEDREGUER 19 4
PEGO 2 0
RÀFOL 1 0
SAGRA 0 0
SANET I NEGRALS 0 0
SENIJA 0 0
TEULADA 4 0
TORMOS 0 0
VALL D’ALCALÀ 1 0
VALL D’EBO 0 0
VALL DE GALLINERA 0 0
VALL DE LAGUAR 0 0
EL VERGER 5 0
XÀBIA 20 2
XALÓ 1 0


Eine 24-jährige Autofahrerin wurde in der letzten Maiwoche 2020 bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn AP-7 schwer verletzt, der durch ein Wildschwein verursacht wurde. Die Frau musste ins Krankenhaus.




















Die ersten zwei Wochen der Öffnungsphase 1 brachten dem Marina-Alta-Kreis 30 neue Ansteckungsfälle (auf 255) gegenüber 20 neuen in den zwei Wochen zuvor. Allerdings liegt die Comarca damit noch immer unter den Werten der anderen Gesundheitsbezirke im Land Valencia. Wegen der neuen Anstiege in Bezirken wie Dénia hat die Comunitat Valenciana den Antrag auf den Beginn der Phase 2 hinausgezögert. Dieser wurde jedoch für das gesamte Land Valencia für Anfang Juni genehmigt. Diese bringt ab Montag, 1. Juni 2020, für 33 Millionen Spanier, darunter die Anwohner der Costa Blanca, unter anderem Bewegungsfreiheit in ihrer Provinz.

Die Hälfte der mit 17.500 angegebenen Unternehmen in der Marina Alta mussten ihre Aktivitäten während der harten Phase des Alarmzustandes völlig einstellen, drei Viertel büssten erheblich an Umsätzen ein. Lediglich 5 % gaben an, keine wesentlichen Einschränkungen erlebt zu haben, während der Alarmzustand für jedes 30. Unternehmen eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage brachte. Diese Ergebnisse zeitigte eine Umfrage des Wirtschaftsförderungsinstitutes Creama der Marina Alta zwischen dem 25. April und dem 10. Mai.

Weiter