COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Land Valencia / Spanien
Mit 85 Millionen Euro ist der Etat der spanischen Regierung für die Bekämpfung von Waldbränden fast identisch mit dem des vergangenen Jahres. 75 Flugzeuge und rund tausend Personen stehen zur Verfügung. Im ersten Halbjahr 2018 lief es gut: Mit weniger als 10.000 verbrannten Hektar blieb Spanien weit unterhalb der gut 50.000 des gleichen Vorjahreszeitraumes und der durchschnittlich knapp 40.000 der vergangenen zehn Jahre. 95 % der Waldbrände sind menschlichen Ursprungs, sei es durch Absicht, Unfall oder Nachlässigkeit. Mit Warnbotschaften versucht die Regierung die Bevölkerung auf die besondere Gefahr während der Sommermonate aufmerksam zu machen und fordert auf, der Natur zuzuhören: "Für dich ist es Verbrennen von Gartenresten, für mich eine Massenvernichtungswaffe", "Für dich ist es ein einfaches Streichholz, für mich Dynamit".
8 Mio Euro stehen für Wiederaufforstungsmassnahmen zur Verfügung.
Meldung kommentieren

Nicht wegen Rebellion, sondern nur wegen möglicher Veruntreuung öffentlicher Gelder wird die deutsche Justiz den geflohenen ehemaligen Ministerpräsidenten von Katalonien, Carles Puigdemont, nach Spanien ausliefern. Das entschied am heutigen Donnerstag, 12. Juli 2018, das Oberlandesgericht von Schleswig-Holstein und lehnte damit den Antrag des zuständigen spanischen Richters Pablo Llarena ab, der von der deutschen Staatsanwaltschaft unterstützt wurde. Die Begründung: Das Niveau der ausgeübten Gewalt bei der Organisation des illegalen Referendums vom 1. Oktober 2017 war für eine Auslieferung wegen Rebellion oder Störung der öffentlichen Ordnung nicht ausreichend.
Puigdemont wird -ebenfalls gegen den Antrag der Staatsanwaltschaft- nicht in Untersuchungshaft genommen, sondern bleibt vorerst frei. Er habe zu jeder Zeit die Auflagen der deutschen Justiz beachtet.
Allerdings wurde auch die Argumentation der Verteidigung Puigdemonts abgelehnt, dass er ein politisch Verfolgter sei und nicht ausgeliefert werden dürfe, weil er in Spanien kein gerechtes Verfahren zu erwarten habe. Das Gericht sprach von "unbegrenztem Vertrauen" in die spanische Justiz. Die Verteidigung Puigdemonts wird Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen, weil sie nicht mit einer Auslieferung wegen möglicher Veruntreuung einverstanden ist.
3 Kommentare   |   Meldung kommentieren

Eine Netto Einwanderung von 130.000 Menschen aus dem Ausland hat im vergangenen Jahr die Bevölkerung in Spanien auf 46,7 Millionen ansteigen lassen, davon fast 4,6 Millionen Ausländer. Die Bevölkerung von Spanien hatte mit 47,3 Mio 2012 ihren Höhepunkt erreicht und war dann bis 2015 auf unter 46,5 Millionen gefallen. Die Zahl der Spanier in Spanien sank 2017 um 20.000, die Hälfte davon durch Auswanderung.
Meldung kommentieren

Die Vizepräsidentin unter Mariano Rajoy, Soraya Sáenz de Santamaría, und der noch relativ junge Politiker Pablo Casado, schafften die erste Hürde auf dem Weg zur Rajoy-Nachfolge an der Spitze der Partido Popular. Ein Novum für die Partei: Per Mitgliedervotum wurden aus 7 Kandidaten diese beiden ausgewählt, unter denen dann ein Parteikongress Ende Juli den/die neue/n Parteipräsidenten/in bestimmt.
Etwa ein Drittel der knapp 70.000 tatsächlichen Mitglieder der PP beteiligte sich an der Wahl. Vor der Prüfung der Mitgliedschaften auf aktuell bezahlte Beiträge war die Rede von mehreren Hunderttausend PP-Mitgliedern gewesen.
Der den Sommer über in Jávea ansässige ehemalige spanische Aussenminister José Manuel García-Margallo landete bei dem Mitgliederentscheid abgeschlagen auf einem der letzten Plätze.
Meldung kommentieren

Die Zahl der täglichen Raucher in Spanien ist mit 22 % auf den niedrigsten Wert in den letzten 30 Jahren gesunken. Das ergab eine Gesundheitsumfrage der Agencia Atlas I. Knapp 30.000 Menschen wurden befragt. Mehr als 3 von 4 Männern fühlt sich gesund, bei den Frauen sind es 70 %, obwohl generell die Frauen bei wichtigen Gesundheitsfaktoren wie Tabak, Alkohol oder Übergewicht bessere Werte aufweisen als die Männer: Bei den Erwachsenen ist in den letzten 30 Jahren die Zahl der stark Übergewichtigen von 10 auf 17 % gestiegen, wo bei die Männer zu mehr als 18 % betroffen sind und die Frauen vor allem aus den ärmeren Schichten.
Die Zahl der regelmässig Alkohol trinkenden Menschen ist der "encuesta" zufolge im letzten Dutzend Jahre um ein Viertel auf 36 % zurückgegangen, fast jeder zweite Mann, aber nur jede vierte Frau. Von den jungen Leuten zwischen 15 und 35, so das etwas optimistisch anmutende Umfrageergebnis, trinkt jeder 10. mindestens ein Mal pro Monat intensiv und jeder 20. ein Mal pro Woche.












Meldung kommentieren








Meldung kommentieren

Im Juni 2018 lag die Summe der Renten- und Pensionszahlungen in Spanien nach einem Anstieg von 3 % gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat erstmals über 9 Milliarden Euro. Damit ist dieser Ausgabenposten in den letzten 10 Jahren von 6 Milliarden (über 7,5 Mrd. vor 5 Jahren) um die Hälfte gestiegen. Die Höhe der durchschnittlichen spanischen Rente stieg in den vergangenen 12 Monaten um knapp 2 % auf etwas weniger als 1.000 Euro, so das Ministerio de Trabajo, Migraciones y Seguridad Social.
Dabei ist zu bedenken, dass in dem spanischen Pensionssystem 9,6 Millionen Empfänger erfasst sind, davon knapp 6 Mio Rentner, die im Schnitt monatlich fast 1.100 Euro beziehen. Die 2,4 Mio Witwen/r, fast 1 Mio Behinderte und 350.000 Waisen erhalten im Mittel 940 Euro pro Monat. Die Höhe der neuen Renten/Pensionen dagegen ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % auf 1.370 Euro gesunken, so das Ministerium.
Meldung kommentieren

Auch der Raubzug verantwortlicher PP-Politiker durch die Wasser- und Kanalisationsfirma "Emarsa" der Provinz València im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist jetzt juristisch aufgearbeitet. In einem 2.200 Seiten starken Urteil ist die Rede von insgesamt 24 Millionen beiseite geschaffter Euro. Der ehemalige Vize-Präsident der Provinz Valencia, Enrique Crespo (PP), wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, der "Emarsa"-Chef Esteban Cuesta zu zwölf, sein Vize Enrique Amal zu achteinhalb.
Meldung kommentieren

DieTierschutzvereinigung PACMA hat den Entwurf der links-valencianistischen Regierung der Comunitat Valenciana für eine Neuregulierung der Stierkampfschulen und andere "eventos taurinos" im Land Valencia heftig kritisiert und mehrere Einsprüche formuliert. Auf das Dekret habe der Stierkampfsektor einen erheblichen Einfluss gehabt. Eine zunächst geplante bessere tierärztliche Versorgung werde zurückgestellt, ein von wirtschaftlichen Interessen geleiteter Rückschritt in Sachen Tierschutz, so PACMA.
Auch werde der Weg freigemacht für Kuh- und Stierkampf-/treiben Varianten aus anderen Regionen oder gar Ländern oder Modalitäten wie "Grand Prix" o.ä., bei dem Tiere von weniger als zwei Jahren für die Volksbelustigung benutzt werden.
Auch der erneuten Mahnung des UNO-Ausschusses für die Rechte der Kinder an die spanische Regierung, Minderjährige von Teilnahme und Besuch an/von Stiertreiben und -fiestas auszuschliessen, werde nicht Rechnung getragen.
PACMA folgert: Die progressive Landesregierung des ´Wandels´ bedeute einen klaren Rückschritt in Sachen Tierschutz.
2 Kommentare   |   Meldung kommentieren

Die sozialistische neue spanische Regierung hat die Freigabe der Mittelmeer-Autobahn AP-7 zwischen Alicante und Tarragona zum Ende 2019 angekündigt, wenn die Konzession ausläuft. Weitere in den nächsten anderthalb Jahren auslaufende Autobahnkonzessionen (Burgos-Armiñón und Sevilla-Cádiz) sollen laut Infrastrukturminister Ábalos ebenfalls nicht erneuert, sondern die Autobahnbenutzung kostenlos werden, ebenso wie 2021 die AP-2 zwischen Mittelmeer und Zaragoza und die AP-7 zwischen Tarragona und La Jonquera sowie Montmeló und El Papiol. Ausserdem will die PSOE-Regierung sich die Ausschreibungsverfahren der letzten Jahre genau ansehen, die zum Teil in der Pleite von betroffenen Firmen und in noch nicht genau feststehendem Zuschussbedarf seitens des Staates endeten.
Die Vereinigung des Gastgewerbes unserer Region forderte gegen die Pläne der Regierung die Beibehaltung einer, wenn auch geringen, Gebühr für die Nutzung der Autobahn, um deren Verstopfung zu vermeiden.
Meldung kommentieren

Zurück Weiter