COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Dénia
Calle La Vía: Gedächtnisplakette für 32 Opfer franquistischer Bombardements
02.11.2018
Im Rahmen der zahlreichen Erinnerungs-Veranstaltungen an die Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges auf Dénia wurde jetzt in der Calle La Vía eine Plakette zum Gedächtnis an die 32 Opfer franquistischer Bombardements auf die Stadt enthüllt. Am 18. Oktober 1938 löschten drei Henkel-59-Maschinen der deutschen Luftwaffe das Leben von elf zur Verteidigung der Küste abgestellten Soldaten der Republik und drei Zivilisten aus, die in der Calle La Vía von Dénia einen Schützengraben aushoben. Der 92-jährige José Caselles, der seinen damals 44 Jahre alten Vater verlor, einen der drei Zivilisten, enthüllte die Plakette mit den Worten: "Kriege sind fürchterlich, sie bringen nichts Gutes".
Der erste Angriff kam von See: Geschosse des Kreuzers "Canarias" tötete drei Zivilisten im Alter von 16, 21 und 33 Jahren. Das letzte von 30 bis 40 Bombardements aus der Luft führte Ende März 1939 die italienische Luftwaffe aus, als die Republikaner sich bereits ergeben hatten. Es handelte sich um ein Versehen: Ziel war der Hafen von Gandia, aber ein Flugzeug klinkte seine Bomben über Dénia auf und tötete 3 Menschen.
Die Leiterin des Dénianer Stadtarchivs Arxiu de Dénia, Rosa Seser, erinnerte daran, dass Dénia in jener Zeit in ständiger Angst vor deutschen und italienischen Fliegerangriffen lebte, vor denen eine Sirene auf dem Castillo warnte, die schliesslich neben den 32 Todesopfern auch hundert Verletzte forderte.
Die im Centre d´Art l´Estació eröffnete Ausstellung "Fem memòria. Dénia, guerra y repressió", zeigt, dass von 13.000 Dénianer Einwohnern 3.000 an die Front mussten. Nach dem Krieg wurden im Kreis-Detentionszentrum in Dénia 1.900 Personen eingesperrt, knapp hundert davon Frauen. 50 wurden auf dem Friedhof von Dénia zwischen Oktober und Dezember erschossen, 15 weitere in Alicante und Alzira.















zurück